Bild: AdobeStock_babimu

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Die neuen Druckmanschetten aus Edelstahl sind alle nach demselben Dicht- und Montageprinzip gefertigt: Sie bestehen aus einer patentierten Dichtung, die keine Leckagen zulässt, sowie einem speziell geformten Krallenring für eine dauerhafte und widerstandsfähige Verbindung. Universell einsetzbar und mit großen Spannbereichen ausgestattet, verknüpfen sie gleiche oder unterschiedliche Rohrmaterialien – etwa Kunststoff und Metall – miteinander und setzen Rohrschäden ohne Zeitverlust instand.

gehärteter Krallenring, Bild: Flexseal
Zwei gehärtete Krallenringe sorgen bei Metallverbindungen für den nötigen Halt. Bild: Flexseal

Die spannungsfreie und flexible Kupplung ist Verbinder und Kompensator in Einem: Sie gleicht axiale Bewegungen und Auswinkelungen aus, reduziert Druckschläge und absorbiert, außer bei axial zugfesten Verbindungen, Vibrationen sowie oszillierende Bewegungen. Die Dämpfung erhöht außerdem die Lebensdauer der Systemkomponenten. Selbst bei nicht präziser Installation ist die Rohrverbindung druckdicht und leckagesicher. Die verwendeten Edelstahl-Varianten sind seewasserbeständig (W5-Qualität) und damit geschützt vor Korrosion. Zudem sind sie tolerant gegenüber den durchfließenden Medien und meistern eine große Temperaturspannbreite. Das Design der Manschetten ermöglicht platzsparende Installationen. Bei Bedarf können die gewichtsreduzierten und wartungsfreien HP-Kupplungen demontiert und wiederverwendet werden.

Die Einsatzbereiche der Flexseal-Hochdruck-Manschetten sind vielfältig: Sie sind zugelassen für kommerzielle Gebäude und Infrastruktur, Schiffbau, Wasseraufbereitung, die chemische Prozessindustrie sowie Offshore-Anlagen. In diesen Anwendungsgebieten verbinden sie Rohrsysteme für Trinkwasser, Abwasser oder Flüssigkeiten ebenso wie Leitungen für Druckluft, Kühlflüssigkeiten und Gase miteinander. Auch für Heizungen und Klimaanlagen sind sie geeignet. Sie verfügen über Zulassungen unter anderem in Europa, Russland, den USA sowie in Korea und China.

Montage ohne Spezialwerkzeug

Reparaturkupplung HP-Rep, Bild: Flexseal
Die druckdichte Reparaturkupplung HP-Rep eignet sich für eine Vielzahl von Rohr-Werkstoffen, dichtet nachträglich Leckagen ab und kann auch unter Druck eingebaut werden. Bild: Flexseal

Die einfache Montage spart Zeit und damit Kosten: „Ausrichtung und Installation gehen schnell und ohne jedes Spezialwerkzeug von der Hand“, erklärt der technische Leiter Roland Mertens.

Im ersten Schritt hält der Verarbeiter die Druckmanschette mittig über die Verbindungsstelle der betreffenden Rohre und markiert die beiden Seiten. Anschließend schiebt er die Kupplung über das eine Rohr und führt dann das zweite Rohr hinein. Ist die Manschette mittig zwischen den Markierungen platziert, zieht der Monteur die beiden Schrauben abwechselnd mit einem passenden Inbusschlüssel an. Ebenfalls zwingend wechselweise zieht er abschließend beide Schrauben an, bis das auf der Kupplung angegebene Drehmoment erreicht ist. Während der Montage besteht keine Brand- und Explosionsgefahr, sodass keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Axial zugfeste Varianten

Hochdruck-Kupplung, Bild: Flexseal
Die Hochdruck-Kupplungen verbinden beispielsweise Metall- und Kunststoffrohre. Sie eignen sich für Druckluft, Kühlflüssigkeiten und Gase, aber auch Trinkwasser, Abwasser und andere Flüssigkeiten. Bild: Flexseal

Die neuen Druckmanschetten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich: Die Hochleistungs-Kupplung HP-Flex für Außendurchmesser von 21 Millimeter bis 2090 Millimeter verfügt über eine patentierte Elastomerdichtung. Sie verbindet Rohre aus einer Vielzahl an Werkstoffen, unter anderem Metall und Kunststoff. Je zwei gehärtete Krallenringe geben Metallverbindungen mit HP-Grip beziehungsweise Kunststoffverbindungen mit HP-Plastgrip Halt. Je ein spezieller Krallenring für Metall und für Kunststoff verbindet Rohre aus den beiden Materialien über die Kupplung HP-Combigrip miteinander.

Alle drei Grip-Manschetten stellen axial zugfeste Verbindungen her. Der Hersteller fertigt die Kupplungen mit Außendurchmessern von 39 Millimeter bis 640 Millimeter (HP-Plastgrip und HP-Combigrip) beziehungsweise 21 Millimeter bis 745 Millimeter (HP-Grip). Die Reparaturkupplung HP-Rep mit Außendurchmessern von 33 Millimeter bis 745 Millimeter verbindet eine Vielzahl von Werkstoffen, dichtet nachträglich Leckagen ab und kann auch unter Druck eingebaut werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Kupplungen sind zeit- und kostensparende Alternativen zu Schweiß-, Flansch- und Schraubverbindungen. Einfach zu installieren und durchgehend seewasserbeständig, eignen sie sich für Metall- und Kunststoffrohr-Verbindungen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. do

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