neue Halle: Bild: J. Schmalz

In der neuen Halle hat Schmalz insgesamt vier Vakuumheber mit Säulenkran installiert. Bild: J. Schmalz

Seit der Gründung im Jahr 1949 hat sich Walter Medien zu einem Kommunikations- und Mediendienstleister mit 135 Mitarbeitern entwickelt. Neben dem Druck individueller Broschüren und Kataloge sowie dem Verlegen lokaler Amts- und Gemeindeblätter ist das Familienunternehmen hauptsächlich auf die Produktion von Kalendern spezialisiert. Das Verlagsprogramm der Firma reicht dabei vom Streifenkalender bis zum großformatigen Wandbildkalender und macht etwa die Hälfte des Umsatzes aus.

Vakuum-Schlauchheber, Bild: J. Schmalz
Nachdem Brigitte Frank die Kalender in Kartons gepackt hat, setzt sie diese mit Hilfe des Vakuum-Schlauchhebers auf eine Palette. Bild: J. Schmalz

Um die Kalenderverarbeitung und Logistik räumlich zu vereinen und interne Transportwege zu verringern, errichtete das Unternehmen im Jahr 2016 eine neue Halle. Dabei war Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. „Wir klimatisieren hier mit Verdunstungskühlung statt mit einer energieintensiven Klimaanlage und wir haben unter anderem eine eigene Photovoltaik-Anlage installiert“, erzählt der technische Betriebsleiter Frank Deißer.

Neben den ökologischen Aspekten zählten beim Neubau auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Eine von ihnen ist Brigitte Frank. Die 65-Jährige war 26 Jahre lang bei der Firma beschäftigt. Nun ist sie in Rente, hilft aber in der Urlaubszeit trotzdem immer wieder in „ihrer“ Firma aus. Ihre Aufgabe ist: Die fertig geschnittenen und verklebten Kalender nach kundenindividuellen Stückzahlen in Kartons zu verpacken, diese zu verkleben und für den Versand auf Paletten zu setzen. „Früher haben wir diese Arbeit komplett von Hand erledigt“, erinnert sie sich. Heute ist das anders: Sie und ihre Kollegin bedienen zwei Säulenschwenkkrane mit jeweils einem Vakuum-Schlauchheber vom Typ Jumboflex 35. Die Anlage hat der Vakuum-Spezialist Schmalz in der neuen Halle installiert.

Einfacher Heben mit Vakuum

Edda Nemenz, Bild: J. Schmalz
Edda Nemenz nutzt einen Jumboergo 65 im Versandbereich, um Kartons nach Postleitzahl zu sortieren. Bild: J. Schmalz

„Ein Karton wiegt bei uns zwischen fünf und 15 Kilogramm“, beschreibt Betriebsleiter Deißer. „Davon hebt ein Mitarbeiter pro Stunde etwa 120 Stück – auf Dauer ist das eine enorme Belastung.“ Diese mühsame und monotone Arbeit wollte man den Mitarbeitern nicht mehr zumuten. Das Unternehmen entschied sich daher beim Bau der neuen Halle dafür, an verschiedenen Stellen Krane und Hebegeräte einzusetzen, so wie den Schlauchheber: Er ist für das häufige und schnelle Heben und Bewegen von Werkstücken bis zu 35 Kilogramm ausgelegt. Die Kartons werden von einem Doppelsauggreifer gegriffen, der mit Vakuum betrieben wird. Für den nötigen Bewegungsspielraum ist der Schlauchheber an einem Säulenschwenkkran mit einer Traglast von 85 Kilogramm montiert. Das Gebläse mit Schalldämmbox für die Vakuum-Erzeugung befindet sich direkt an der Krananlage.

Brigitte Frank ist von der Hebehilfe und ihrer einfachen Benutzung begeistert: „Über den Bediengriff kann ich die Kartons mit nur einer Hand anheben, bewegen und abstellen – ganz ohne Kraftaufwand.“ Das sorgt für ein ermüdungsfreies sowie rücken- und gelenkschonendes Arbeiten. Zudem geht die Tätigkeit mit dem neuen Schlauchheber deutlich schneller von der Hand, so dass sie und ihre Kollegen mehr Zeit für andere Aufgaben haben. „Seit wir die Kartons nicht mehr von Hand umsetzen müssen, gehe ich deutlich entspannter von der Arbeit nach Hause“, berichtet Frank.

Unterschiedliche Waren bewegen

Auch Edda Nemenz, die im Versand dafür zuständig ist, dass die Kartons mit den Kalendern zuverlässig an die Kunden ausgeliefert werden, hat bei ihrer Arbeit technische Unterstützung durch eine Schmalz-Lösung: Sie bedient einen Schlauchheber Jumboergo 65, der für höhere Lasten bis 65 Kilogramm ausgelegt ist und mit zwei Händen betätigt wird. Der Drehgriff ist einem Motorrad-Gasgriff nachempfunden, was eine feinfühlige und präzise Handhabung unterschiedlich großer Werkstücke ermöglicht. Er ist ebenfalls mit einem Doppelsauggreifer ausgestattet. Nemenz benutzt ihn dazu, die Kartons mit den Kalendern nach Postleitzahlen zu sortieren. „Mit dem Jumbo geht das Sortieren deutlich schneller – und mehr Spaß macht es auch noch“, berichtet sie.

Bessere Arbeitsbedingungen und zusätzliche Kapazitäten

Die Zusammenarbeit sei für die beiden Unternehmen kein Neuland, erzählt Frank Deißer: „Auch im alten Hallenteil hatten wir schon Hebegeräte im Einsatz. Das erste haben wir im Jahr 1990 gekauft – und es funktioniert immer noch reibungslos.“ Bereut haben die Verantwortlichen diese Entscheidung bisher nicht: „Das Feedback, das wir von unseren Mitarbeitern bekommen, ist sehr positiv“, berichtet Deißer. „Die Schlauchheber sorgen für angenehme und ergonomische Arbeitsbedingungen, belastungsbedingte Krankmeldungen haben spürbar abgenommen.“ Zudem sind die Kartons mit den neuen Hebegeräten schneller sortiert und versandbereit als von Hand: „Damit haben wir bei Auftragsspitzen mehr Kapazitäten, und in ruhigeren Zeiten können die Kollegen andere Aufgaben wahrnehmen.“ Sehr zufrieden ist der Betriebsleiter auch mit dem Service und der Beratung: „Von der Auswahl des passenden Produkts über die Inbetriebnahme bis hin zur Wartung waren und sind wir hier in den besten Händen“, findet er. Gut möglich sei es daher, dass die neuen Hebegeräte bei Walter noch lange nicht die letzten waren. do

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