Pflanzgefäße, Bild: Scheurich

Scheurich stellt Pflanzgefäße und -Zubehör her. Bild: Scheurich

Manch einem Blumenliebhabern ist die Firma Scheurich sicher ein Begriff: Seit 1928 stellt das Unternehmen Keramik-Pflanzgefäße für drinnen und draußen in einer Vielzahl von Größen und Formen her. Zum Portfolio gehört außerdem Zubehör für Pflanzen und Blumen, zum Beispiel Bewässerungssysteme und Sprühflaschen. Hauptsitz ist das hessische Kleinheubach. Dort entstehen in hoch automatisierter Fertigung täglich bis zu 100.000 Artikel. Das Unternehmen setzt dabei auch leistungsstarke Brennöfen und Lackieranlagen ein.

Bild: Mattei

Wir haben gemeinsam ein neues, hocheffizientes System zur Druckluftversorgung für einen Teilbereich der Fertigung eingeführt.“

Peter Uhl, Uhl

Zur Unternehmensphilosophie gehört es, die Produkte in hoher Qualität energieeffizient zu fertigen. Deshalb nahmen die Verantwortlichen auch den Druckluftbereich genau unter die Lupe. Scheurich hat einen Jahresbedarf von insgesamt sechs bis neun Millionen Kubikmetern. In Spitzenzeiten werden 34 Kubikmeter pro Minute mit einem Druck von 6,5 bar benötigt. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner, um die Energiebilanz der Druckluftversorgung zu verbessern, stieß Scheurich auf das Unternehmen Karl Uhl. Der Spezialist für die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Kompressoren und kompletten Systemen unterhält seit 2008 eine strategische Partnerschaft mit Mattei. Heute ist Uhl der größte Vertriebspartner für die Erzeugnisse des italienischen Herstellers in Deutschland.

Mattei mit Sitz in Vimodrone bei Mailand baut Rotationskompressoren mit Schaufeltechnologie. Diese zeichnen sich durch dauerhaft hohe Leistungen bei geringem Energieverbrauch aus. Darüber hinaus sind sie besonders wartungsarm, weil bei dieser Technologie nur eine geringe Anzahl an Komponenten beansprucht wird. Zum Sortiment gehören Maschinen der Serie Maxima. Dank verbesserter fluiddynamischer Leistungen und eines neuen Öl-Einspritzsystems verbrauchen die Kompressoren deutlich weniger Strom als der Branchendurchschnitt. Diese Vorteile überzeugten Scheurich. „Wir haben gemeinsam ein neues, hocheffizientes System zur Druckluftversorgung für einen Teilbereich der Fertigung eingeführt“, erklärt Peter Uhl, Geschäftsführer bei Uhl.

Drei Kompressoren für die Keramikgefäße

tationskompressoren, Bild: Mattei
Der Pflanzgefäßhersteller setzt die Rotationskompressoren mit Schaufeltechnologie von Mattei in den Leistungsklassen 30, 55 und 75 Kilowatt ein. Bild: Mattei

Seit einiger Zeit arbeiten nun drei Kompressoren vom Typ Maxima mit Leistungen von 30, 55 und 75 Kilowatt bei dem Blumentopfhersteller. Sie versorgen den gesamten Produktionszyklus der Keramik-Pflanzgefäße – von den Fertigungsanlagen über die Pulverlackierung bis hin zur Vakuum-Verpackung im Versand. Ersetzt wurde dadurch eine mehr als zehn Jahre alte Compair-Station (Modell L110RS und zweimal Modell L55).

Im Zuge dieser Modernisierung ergriff das Unternehmen weitere Maßnahmen, um das Druckluftsystem effizienter zu machen. So wurde das Be- und Entlüftungskonzept überarbeitet. Die Niederdruckanwendung mit 2,5 bar wird nun mit einem separaten Kompressor erzeugt. Verbessert wurden außerdem die übergeordnete Steuerung und die Nutzung der Abwärme. Die Warmluft verwendet der Betreiber jetzt zum Trocknen der Rohkeramik.

Aus Sicht des Betreibers hat sich die Modernisierung der Drucklufterzeugung voll ausbezahlt. „In der Praxis hat sich die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit der Mattei-Kompressoren als wirtschaftlich sinnvolle Investition erwiesen“, bilanziert Jürgen Wambach, Leiter der Technikabteilung. Als sehr positiv wertet er die geringen Wartungskosten und die kompakte Konstruktion für einen platzsparenden Einsatz. „Das innovative Kontrollsystem der Kompressoren trägt dazu bei, die Leistung und Effizienz des gesamten Systems zu verbessern“, ergänzt er.

Der Erfolg des Projekts lässt sich mit Zahlen belegen: Im Rahmen des Unterstützungsprogramms des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde die neue Anlage mit den Kompressoren geprüft. Jürgen Wambach berichtet: „Wir haben den jährlichen Verbrauch in diesem Bereich effektiv halbiert und ihn auf 615.000 Kilowatt pro Stunde gesenkt.“ do

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