Walter Dunkmann,
Walter Dunkmann leitet das Geschäftsfeld Vakuum-Automation bei dem Unternehmen J. Schmalz. (Bild: J. Schmalz)

Das Unternehmen bietet deshalb bereits heute eine ganze Bandbreite an Lösungen, mit denen sich solche Automatisierungsprozesse optimieren lassen – von der einzelnen Komponente wie Vakuum-Erzeugern oder -Schaltern bis zum kompletten Greifsystem. Dabei integriert es verschiedenste Funktionen: Intelligente Vakuum-Erzeuger beispielsweise sind mit einer Energie- und Prozesskontrolle ausgestattet. Damit lassen sich unter anderem Energieverbräuche laufend kontrollieren und optimieren.

Speziell für das autonome Warenlager gerät die herkömmliche Vakuum-Erzeugung über Druckluft allerdings an ihre Grenzen. „Druckluft ist in Warenlagern von Versand-Händlern oft nur an wenigen Stellen oder überhaupt nicht vorhanden“, erklärt Walter Dunkmann. „Wenn Druckluft vorhanden ist, geht das zudem immer mit Schläuchen einher.“

Die Firma stellt deshalb aktuell eine Technologie-Entwicklung vor: einen Greifer mit druckluftfreier Vakuum-Erzeugung. Das Vakuum wird dabei rein elektrisch, beispielsweise über eine Batterie, erzeugt und kommt ohne teure Druckluft aus. Das macht den Greifer energieeffizient und gleichzeitig mobil. Er kann also mit mobilen und autark arbeitenden Robotern eingesetzt werden, die Bestellungen an unterschiedlichen Orten im Warenlager kommissionieren. Die Schlauchführung ist komplett im Greifer integriert – so entstehen keine Störkonturen, die den Prozess negativ beeinflussen könnten. Schmalz bietet darüber hinaus verschiedene modulare Anschlussmöglichkeiten aus dem breiten Vakuum-Endeffektor-Programm, um unterschiedlichste Produkte zuverlässig und sicher handhaben zu können.

Veränderungen im Greifsystem frühzeitig erkennen

„Gleichzeitig bringen unsere Greifer mit elektrischer Vakuum-Erzeugung auch die notwendige Intelligenz mit sich“, sagt Walter Dunkmann. Über eine IO-Link-Schnittstelle kommunizieren sie bidirektional an die übergeordnete Steuerung, zudem sind sie mit Funktionen zur Energie- und Prozesskontrolle ausgestattet. So stehen Daten zur Verfügung, mit denen sich beispielsweise schleichende Veränderungen am Greifsystem oder drohende Ausfälle frühzeitig erkennen und vermeiden lassen. Diese Daten lassen sich in zentralen Cloud Services zusammenführen – für den Anwender entsteht ein weiterer Mehrwert, weil er Rückschlüsse auf den Automatisierungsprozess ziehen und diesen weiter optimieren kann.

„Unsere Aufgabe als Spezialist für Greiftechnik ist es, Trends wie das autonome Warenlager frühzeitig zu erkennen und unsere Kunden in enger Kooperation mit innovativen Lösungen zu unterstützen“, sagt Walter Dunkmann. „Wir sind ,vorne‘ am Greifprozess, die Hand des Roboters. Deshalb ist die Herausforderung natürlich groß. Funktioniert die Greiftechnik nicht, dann stockt der Automatisierungsprozess. Aber diese Herausforderung nehmen wir gerne an – das zeigt unsere Technologie-Entwicklung zur druckluftfreien Vakuum-Erzeugung.“ kk

 

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