Ventil Anlauf, Bild: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann

Die Ventilhersteller bekommen die Krise vermutlich mit Zeitverzögerung zu spüren. Bild: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann

Die Branche der Industriearmaturen blickt auf ein gar nicht übles Jahr zurück, wenn man die Umstände bedenkt. Im ersten Halbjahr trübte die Corona-Krise zwar das Geschäft der deutschen Industriearmaturenhersteller. Vor allem der Export entwickelte sich nach Angaben des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) nur sehr verhalten. Aufgrund eines erfolgreichen Jahresstarts lag das Auslandsgeschäft zur Jahresmitte aber dennoch drei Prozent über dem Vorjahreswert. Dazu kommt: Das Inlandsgeschäft entpuppte sich als Zugpferd. Vor allem das langfristig angelegte Projektgeschäft wirkte sich in den ersten sechs Monaten positiv auf die Umsätze aus. Verglichen mit dem sehr schwachen ersten Halbjahr in 2019 legte der Inlandsumsatz sogar um 20 Prozent zu.

Logo Valve World Expo, Bild: Messe Düsseldorf

„Mit einem Umsatzwachstum von neun Prozent im ersten Halbjahr können die deutschen Hersteller von Industriearmaturen angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche sehr zufrieden sein“, kommentiert Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Armaturen. Am kräftigsten zulegen konnten Regelarmaturen mit plus 15 Prozent vor Sicherheits- und Überwachungsarmaturen mit plus zehn Prozent und Absperrarmaturen mit plus sechs Prozent.

Für das zweite Halbjahr zeichneten sich zur Mitte des Jahres stärkere Unterschiede ab: Während die Auftragslage bei Regelarmaturen für ein deutliches Minus sprach, standen die Zeichen bei Absperrarmaturen auf Stagnation; bei Sicherheits- und Überwachungsarmaturen war das Orderbuch noch einigermaßen gefüllt.

Der Verband erwartet, dass sich der Konjunktureinbruch mit einiger Verzögerung auch in der Industriearmaturenbranche bemerkbar machen wird. Wichtige Abnehmerbranchen, wie Öl- und Gas, Chemie, aber auch der Schiffsbau bekämen die Wirtschaftsflaute nach und nach zu spüren, so der Verband. Größere Investitionsvorhaben würden verschoben oder storniert. „Im zweiten Halbjahr rechnen wir daher mit stärkeren Rückgängen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir aktuell für 2020 nur eine Stagnation“, prognostiziert Wolfgang Burchard.

Valve World soll trotz Pandemie stattfinden

Trotz des aktuellen Infektionsgeschehens  war die Valve World zum Zeitpunkt der Recherche offiziell weiter angesagt. Laut Veranstalter sollen Messe und Kongress vom 1. bis 3. Dezember 2020 in Düsseldorf stattfinden. Die Konferenz legt die Schwerpunkte diesmal auf Wasserstoff, Fälschungen, Zulieferketten-Management und Wartung. Neben zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden stehen fünf Workshops auf dem Programm, bei denen es um Zulieferketten-Management, Fälschungen und Markenpiraterie, Additive Fertigung, Auswahl und Dimensionierung bei Rückschlagventilen sowie Designvalidierungstests geht.

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