Verschlussschraube, Bild: Heinrichs

Heinrichs hat eine Verschlussschraube speziell für die Pneumatik entwickelt. Bild: Heinrichs

Noch verwendet man in pneumatischen Anlagen vorwiegend Verschlussschrauben mit unterlegter PVC-Dichtung. Von einer sicheren Lösung kann hierbei keine Rede sein. Neben immer wieder auftauchenden Montagefehlern, stellt sich nicht selten durch Setzen der Dichtung nach kurzer Zeit ein Druckluftverlust ein.

Bekannte Lösungen wie Verschlussschrauben nach ISO 6149 oder DIN 3852 bieten zwar die Sicherheit einer dichten Schraube, nur sind diese mit Druckbeständigkeit bis zu 630 bar für die Anforderungen der Pneumatik völlig überdimensioniert und gleichzeitig für die oft kleinen Einbauräume zu sperrig. Mit diesen Problemen war das Unternehmen Heinrichs Drehteile in seinem eigenen Maschinenbau konfrontiert und suchte nach einer nachhaltigen Lösung.

Das Ergebnis ist die Neuentwicklung HNP (HNP = Heinrichs Norm Pneumatik), eine Verschlussschraube speziell für die Pneumatik. Die HNP findet überall dort Anwendung, wo es herkömmlichen Lösungen an Zuverlässigkeit fehlt: beim Einsatz in mit Druckluft betriebenen Systemen. Das Geheimnis dieser Verschlussschraube liegt in ihrer besonderen Konstruktion: ein verkürztes Gewinde spart Material und Gewicht, eine ausgeklügelte O-Ring-Nut bietet gleichzeitig fast volle Traglänge des Einschraubgewindes.

Die HNP ist auf einen Betriebsdruck von minus 0,9 bar bis 16 bar ausgelegt und für Anschlussmaße nach ISO 16030 oder DIN 3852 einsetzbar. Ein Wechsel von herkömmlichen Schrauben auf diese Lösung ist demnach leicht möglich.
Standardmäßig wird die Verschlussschraube aus Automatenstahl gefertigt. Für besondere Einsatzzwecke, beispielsweise im Lebensmittelbereich oder in Offshore-Anwendungen, sind auch anderen Materialen, wie zum Beispiel 1.4305 oder 1.4571, nach Rücksprache möglich. Für höhere Temperatur-Anforderungen werden FKM-Ringe montiert. Durch die bereits vormontierte O-Ring-Dichtung ist die Montage der Verschlussschraube einfacher, sicherer und kostengünstiger. Zusätzliche Arbeitsgänge für Montage und Kontrolle, Beschaffungsabwicklung und Lagerung von Zukaufkomponenten fallen weg. Langzeitversuche zu Berstdruck und Dichtheit haben zudem hervorragende Werte ergeben. Die HNP-Verschlussschraube erfüllt die Anforderungen der ISO 16030. Ihre Einsatzgebiete liegen im Verschließen von Montagebohrungen, Ventilblöcken und nicht benötigten Anschlussbohrungen in pneumatischen Anwendungen. Sie ist ab einem Gewinde von M3 ab Lager lieferbar. jl

HNP-Verschlussschraube, Bild: Heinrichs
Die HNP ist auf einen Betriebsdruck von minus 0,9 bar bis 16 bar ausgelegt. Bild: Heinrichs

Das Unternehmen: Kopetenz für Präzisionsdrehteile

Heinrichs Drehteile hat sich in über 80 Jahren zu einem innovativen Hersteller von Präzisionsdrehteilen entwickelt. Bekannt ist das Unternehmen vor allen Dingen für die Weiterentwicklung von Verschlussschrauben mit integriertem Dichtring. Das Unternehmen entwickelt und fertigt für Kunden weltweit, vor allem für Firmen der Automotive-, Hydraulik- und Pneumatikindustrie. Auch der Getriebe- und Maschinenbau wird weltweit beliefert.

Ausstattung und Portfolio

  • 50 Mehrspindeldrehautomaten
  • 10 CNC-Einspindeldrehautomaten
  • 40 Sondermaschinen
  • DIN-Teile, Werknormteile, Zeichnungsteile
    Prototypen, Kleinserien, Großserien
  • Serienfertigung Durchmesser 2,5 - 160 Millimeter
  • (Sonder-)Stahl, Niro, Alu, Messing, Kupfer
  • eigener Sondermaschinenbau und eigene Werkzeugherstellung.