| von Thomas Müterthies , Bürkert
Brennschneidsystem, Bürkert
Beim Brennschneidsystemen kommt die Systemlösung für eine verfahrenstechnische Regelung der unterschiedlichen Gasströme zum Einsatz. Bild: Bürkert

Gleiches gilt auch für anwendungsorientierte, komplexe Systemlösungen, zu denen sich die Magnetventile gemeinsam mit anderen standardisierten und normkonformen Geräten kombinieren lassen. Solche Systeme mit fluidischen, elektrischen und sicherheitstechnischen Funktionen sind in vielen Bereichen gefragt. Bei Gastableaus für Industrie-Öfen, wie sie in Härtereien und bei der Wärmebehandlung von Stahl zu finden sind, lassen sich dann einzelne Gasstrecken mit Absperrventilen und anderen Regeleinrichtungen wie Durchflussregler für unterschiedliche Gase auf einer Grundplatte aufbauen und miteinander vernetzen.

Das Resultat sind komplette intelligente Einheiten, die der Anwender je nach gewünschtem Mischungsverhältnis programmieren kann. Das Unternehmen hat hierfür im Rahmen der Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Plattform) eine praxisgerechte Lösung geschaffen, die dem steigenden Marktbedarf nach elektrischen Integrationslösungen gerecht wird. Diese Entwicklung stößt für die neuen intelligenten Geräte das Tor zur digitalen Vernetzung auf und bietet komfortable Bedien- und Parametriermöglichkeiten. Online-Analyse-Systeme, Durchflussmessgeräte (FLOWave) und Massendurchflussregler (MFC) lassen sich damit besonders schnell, einfach und flexibel miteinander vernetzen. Der Anwender kann ohne zusätzliche Steuerung die Logik programmieren und an sich ändernde Prozesse und Betriebsbedingungen anpassen. Ein solches autarkes Sub-System wird in das vorhandene Netzwerk beziehungsweise an den jeweiligen übergeordneten Feldbus an genau einer Stelle angeschlossen. Das vereinfacht die Projektierung und minimiert Schnittstellen.

Lösungen für Brennschneidsysteme und Ölbrenner

Magnetventile, Bürkert
Magnetventile haben sich bei Ölbrennern unterschiedlichster Leistungsklassen und Bauarten als Sicherheitsabsperrung im Vor- und Rücklauf bewährt. Bild: Bürkert

Beispiele für solche dezentralen Komplettsysteme gibt es noch in vielen anderen Anwendungsfeldern: Wo metallische Materialien zugeschnitten werden, kommen oft sogenannte Brennschneidsysteme zum Einsatz. Um die unterschiedlichen Gasströme verfahrenstechnisch zu steuern und zu regeln, lassen sich ebenfalls die benötigten fluidischen, elektrischen und sicherheitstechnischen Funktionen miteinander verknüpfen. Auch hier ist das Resultat ein autarkes Fluidik-System mit allen benötigten Drucksensoren sowie Durchflussregelungen, das nur eine Schnittstelle zur Anbindung an den Prozess benötigt.

Aber nicht nur bei Gasanwendungen haben sich die kombinationsfreudigen Allrounder bewährt. Magnetventile sind auch ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Steuer- und Regelkreise an Ölbrennern. Hier werden hohe Anforderungen an Qualität, Funktionssicherheit und Lebensdauer gestellt, um über viele Jahre einen störungsfreien, wartungsarmen Betrieb sicherzustellen.

Die Magnetventile mit TÜV-Zulassung nach DIN EN ISO 23553-1 haben sich im Vor- und Rücklauf bei Brennern verschiedenster Leistungsklassen und Bauarten bewährt. Die Absperrventile mit Zertifizierung nach DIN Certco werden zum Beispiel zur Ansteuerung ölhydraulischer Brennerlanzen und Luftklappen sowie zur Absperrung der Ölzuleitungen eingesetzt. Vorlaufventile im Brennstoffzulauf bei Ein- und Mehrstufenbrenner dienen als vorgeschriebene Sicherheitsabsperreinrichtungen. Die Anzahl der benötigten Ventile ergibt sich aus dem Düsenstockaufbau des Brenners. Bei den Brennern werden ebenfalls ein oder zwei Ventile als Sicherheitsabsperrung im Rücklauf benötigt. Für diese Anwendungsbereiche ausgelegte Allrounder bieten hier guteVoraussetzungen für einen langen, störungsfreien Betrieb. bj

 

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