| von Michael Pyper, freier Autor für die fluid
Georg Tinschert, Bild: Wittmann-Battenfeld
Servohydraulik spare 30 bis 35 Prozent und Servoelektrik 50 bis 60 Prozent Energie gegenüber der Standard-Regelpumpenhydraulik, so Georg Tinschert von Wittmann Battenfeld. Bild: Wittmann-Battenfeld

Wie entwickelt sich aktuell die hydraulische Spritzgießmaschine?

Maschine wird wieder stärker in den Markt zurückgebracht. Dies gilt vor allem für den Größenbereich von 20 bis 350 Tonnen Schließkraft. Dafür setzen wir seit 2015 im Standard Servohydraulik ein. Bei größeren Maschinen ist der Hydraulikantrieb nach wie vor Standard, da kompakte Zwei-Platten-Großmaschinen aus wirtschaftlichen Gründen Hydrau­liköl als Kraftübertragungsmedium verwenden. Aber auch hier werden aus energetischen Gründen bereits mehr als 50 Prozent Servohydraulikantriebe anstelle Standard-Regelpumpentechnik eingesetzt.

Welche Rolle spielen mittlerweile hybride Maschinen, die Hydraulik und Elektromechanik kombinieren?

Der technologische Wettbewerb durch die servoelektrische Maschine hat die Weiterentwicklung der hydraulischen Maschinen beflügelt. Hybride Maschinen, vor allem servoelektrische Spritzeinheit kombiniert mit servohydraulischer Schließeinheit, stellen oft ein Optimum dar und werden verstärkt nachgefragt, vor allem im mittelgroßen Bereich von 500 bis 1.000 Tonnen. Die Hydraulik bietet dort Vorteile, wo Kraft benötigt wird, die Servoelektrik, wo Präzision im Vordergrund steht.

Welche Maßnahmen sind geeignet, die Energieeffizienz von hydraulischen Antrieben zu verbessern?

In der Pumpentechnologie, vor allem im größeren Bereich und insbesondere bei Hydromotoren, gibt es noch Potenzial zur Effizienzsteigerung. Wenn man Regelpumpenhydraulik Servohydraulik und Servoelektrik vergleicht, spart Servohydraulik 30 bis 35 Prozent und Servoelektrik 50 bis 60 Prozent Energie gegenüber der Standard-Regelpumpenhydraulik.

Industrie 4.0: K klärt auf

Der VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinenbau macht Industrie 4.0 zum Schwerpunktthema der der Messe K 2016. Im VDMA TV-Studio auf dem Messefreigelände werden verschiedene Facetten von Industrie 4.0 in tagesaktuellen Sendungen präsentiert. Teilnehmen werden Mitgliedsunternehmen, Verarbeiter, Hochschulen, Gewerkschaf­ten, Messe- und Pressevertreter. Die Sendungen sollen leicht verständlich in Englisch, Deutsch und teilweise Chinesisch die Idee von Industrie 4.0 transportieren. Der Verband will damit Impulse setzen und zeigen, dass seine Mitgliedsunternehmen sich intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Für die Verarbeiter soll das Themen auf eine praktikable und alltagstaugliche Ebene gebracht werden. Es soll an jedem Messetag eine Sendung mit jeweils wechselndem Thema produziert werden:

  • 19.10. Ready for Industrie 4.0
  • 20.10. Industrie 4.0 – Working for Automotive
  • 21.10. Security and Standards – How to be on the safe side
  • 22.10. Industrie 4.0 – China 2025
  • 23.10. Arbeit 4.0
  • 24.10. Industrie 4.0 – US Internet of Things
  • 25.10. Industrie 4.0 plus – Zukunft gestalten
  • 26.10. Industrie 4.0 at K 2016 – Wrap-up

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