Anlauf Aufbauten, Bild: Siemens PLM Software

Die integrierten Blech- und Schweißfunktionen kommen den Ingenieuren insbesondere bei der Entwicklung der Aufbauten zugute.Bild: Siemens PLM Software

Der ungarische Fahrzeughersteller GIF Modul entwickelt und baut Spezial-Lastwagen für die Automobilindustrie. In den letzten Jahren hat er als ungarischer Distributor des Kranherstellers Fassi Marktanteile gewonnen und ist heute einer der führenden Anbieter von Schwerlastkranen. Seit 2005 vertreibt das Unternehmen auch die Hubarbeitsbühnen des ungarischen Herstellers Socage sowie die selbstfahrenden Hubarbeitsbühnen des französischen Anbieters Haulotte.

Zu den größten Herausforderungen gehören das Design komplexer, beweglicher Bauteile sowie die Bearbeitung individueller Kundenwünsche. Aus diesem Grund verwendet der Hersteller Solid Edge von Siemens PLM Software. Mit der Lösung war das Unternehmen in der Lage, die Design-Phase zu verkürzen und seine Wettbewerbsfähigkeit und die Produktentwicklung zu verbessern.

Lastwagen Spezialanfertigung, Bild: Siemens PLM Software
Die Zuverlässigkeit und die Bedienfreundlichkeit des gesamten Lastwagens hängen bei Spezialanfertigungen stark von der Abstimmung aller Bauteile aufeinander ab. Bild: Siemens PLM Software

Entwicklung und Bau von Fahrzeugen mit Hebevorrichtungen wie beispielsweise Schwerlastkranen ist eine komplexe Angelegenheit, wobei auch regulatorische Anforderungen zu beachten sind. Nur, wenn die Spezifikationen des Fahrzeugs, des Aufbaus und der Krane exakt aufeinander abgestimmt sind, sind die Zuverlässigkeit und die Bedienfreundlichkeit des gesamten Lastwagens gewährleistet. Sie müssen eine geschlossene Einheit bilden. GIF entwickelt und baut daher alle Komponenten selbst.

Um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen, Liefertermine einzuhalten und individuelle Kundenanforderungen zu erfüllen, entschied sich der Anbieter im Jahr 2011 für die Implementierung der Solid-Edge-2D-Drafting-Software von Siemens PLM Software. Als das Unternehmen später ein Projekt startete, bei dem es um ein Fahrzeug mit einer einzigartigen Winde ging, wurde deutlich, dass die Winde mit ihren vielen beweglichen Teilen in 2D extrem zeitaufwändig zu kontrieren sein würde. Um den Design-Aufwand zu reduzieren und Zeit zu sparen, erweiterte der Hersteller sein Software-Paket um die 3D-Funktion.

Dateien schnell wiederfinden

Der Vorteil der Siemens-Software ist, dass einmal entwickelte Teile wiederverwendet werden können, was den gesamten Prozess beschleunigt. Wichtig für den Lastwagenhersteller war es, vorhandene Teile schnell lokalisieren zu können, was Solid Edge durch die integrierte Produkt-Management-Funktionen erleichtert. Ingenieure können damit via Dateiname oder vordefinierten Eigenschaften schnell nach Komponenten suchen, die mit dem Programm designt wurden. Darüber hinaus ist es auch möglich, sich Baugruppen und Zeichnungen anzeigen zu lassen, in denen eine bestimmte Komponente verwendet wurde.

Für die Entwicklung der Aufbauten nutzen die Ingenieure des Fahrzeuganbieters die Blech- und Schweißfunktionen der Software. Die Designer entwerfen die Bleche dabei auf Basis von 2D-Zeichnungen. Die Verwendung der Synchronous-Technologie unterstützt die unabhängige Bearbeitung verschiedener Funktionen. Unabhängig davon, ob Designer neue benutzerdefinierte, geschweißte Rahmen erstellen oder aus der Bibliothek standardbasierter Rahmen auswählen, können sie damit die Konstruktionszeit reduzieren und Fehler eliminieren.

Mit den Bewegungssimulationswerkzeugen erstellt der Fahrzeuganbieter während der Entwurfsphase automatisierte, konzeptionelle Bewegungsstudien. Typischerweise simuliert das Unternehmen die Bewegung von Kränen, Winden und Plattformen, um die Sicherheit des Bedieners sicherzustellen und Kollisionen zwischen Komponenten auszuschließen. Bei Winden prüft die Konstruktionsabteilung mithilfe von Simulationen, ob das Seil gleichmäßig von der Winde abrollt. Dieser Ansatz vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und hilft ihnen, für die Produktion genaue Informationen bereitzustellen, was Herstellungsfehler reduziert.

Funktion der Aufbauten, Bild: Siemens PLM Software
Der Hersteller simuliert die Bewegung von Kränen, Winden und Plattformen in der Entwurfsphase, um die Sicherheit der Bediener und die einwandfreie Funktion der Aufbauten sicherzustellen. Bild: Siemens PLM Software

Einfach implementiert

„Meine Sorge bestand darin, die Software schnell genug und ohne großen Zeitverlust zu implementieren“, erinnert sich Zoltan Imre, Chief Executive Officer bei dem Fahrzeuganbieter. „Wir haben es tatsächlich geschafft, unser neues Projekt mit Solid Edge zu entwerfen und konnten die Komponenten in der vorgegebenen Zeit herstellen.“ 

Das Unternehmen verkürzte nicht nur die Entwicklungszeit, sondern beschleunigte und vergünstigte auch den Service. Es profitiert daher von kürzeren Lieferzeiten und daraus folgend von mehr Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit. Die Firma erhöhte bei gleichem Personal ihre Produktionsleistung. do

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