Anlauf Eingang Messe

Zur letzten Ausgabe der Messe vor zwei Jahren kamen 60.726 Besucher auf die Messe.

Die internationale Logistikindustrie gibt sich optimistisch: „43 Prozent der befragten Logistikprofis sehen die weitere wirtschaftliche Entwicklung eher positiv, 41 Prozent gleichbleibend“, berichtet Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Das Trendbarometer der Fachmesse Transport Logistic zeige: Die Unternehmen passen sich an und investieren in Zukunftstechnologien. Die Befragung führte im Februar 2019 das Meinungsforschungsinstitut Ifad im Auftrag der Messe unter bisherigen Messeteilnehmern online durch. 72 Prozent der 2.680 Befragten sind in leitender Stellung tätig.

Transport Logistic

Die wichtigsten Infos zur Messe

  • Termin: 4. bis 7. Juni 2019
  • Ort: Messe München
  • Konferenzprogramm: Insgesamt 49 Vorträge mit rund 200 Referenten, aufgeteilt auf vier parallel stattfindende Foren
  • Umfang (vergangene Messe in 2017): 2.162 Aussteller
  • Tagestickets: ab 24 Euro, 15 Euro mit Ermäßigung oder als Gruppe

Laut der Umfrage fühlen sich Logistikprofis in Deutschland und international trotz vieler wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten gewappnet: 60 Prozent der Unternehmen ergreifen Maßnahmen, beispielsweise Effizienzprogramme, um eine mögliche Abschwächung der Konjunktur abzufedern. Darüber hinaus geben 61 Prozent an, dass sie wegen stärkerer Handelskonflikte und Strafzölle ihre Supply-Chain anpassen oder dies in naher Zukunft tun werden.

Angesichts des Brexit-Durcheinanders gibt sich der Großteil der Befragten entspannt: 38 Prozent sagen, dass sie auf alle Eventualitäten eingestellt sind. 50 Prozent sehen sich nicht unmittelbar betroffen. Nur 12 Prozent befürchten massive Beeinträchtigungen durch einen harten Brexit.

Geländeplan TL

Was der Branche Sorgen bereitet

Sorge bereitet der Branche allerdings der Mangel an gutem Personal. Zunehmender Preis- und Wettbewerbsdruck steht ebenfalls oben auf der Liste der größten Herausforderungen der Logistik. 33 Prozent der Umfrageteilnehmer betrachten zudem die Digitalisierung der Geschäftsprozesse als besonders herausfordernd, ein Viertel der Befragten die zunehmenden bürokratischen Auflagen. Die Umfrageteilnehmer hatten auch die Möglichkeit, eigene Themen anzugeben. Hier wurde insbesondere die Qualität der Infrastruktur bemängelt.

Investitionen in neue Technologie

Drohnen auf der Messe
Auch dieses Jahr werden Drohnen in der Logistik eines der Themen auf der Messe sein.

Die Unternehmen sehen jedoch nicht nur Herausforderungen. So geben 60 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen in innovative Technologien investiert. Am meisten genannt werden dabei:

  • Industrie 4.0 und IoT (25 Prozent),
  • Telematik und autonomes Fahren,
  • alternative Antrieben beziehungsweise Elektromobilität sowie
  • Einsatz von Robotern und
  • künstliche Intelligenz.

Auf den zunehmenden Lieferverkehr und die steigenden Erwartungen an die Luftqualität reagieren viele Kommunen mit Fahrverboten und Zufahrtsbeschränkungen. Für die Logistikbranche ist dies ein Problem: 28 Prozent der Befragten geben an, dass (Diesel-)Fahrverbote die Profitabilität ihres Unternehmens gefährden.

„Der Druck auf die Logistikbranche steigt und betroffen sind nicht nur die KEP-Dienstleister, sondern auch die Stückgutspediteure, die dringend neue Konzepte für die Stadtbelieferung benötigen“, so Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. „Hochschulen, Forschungsinstitute und führende Logistikdienstleister entwickeln und testen bereits konkrete Lösungsansätze, die den drohenden Kollaps der innerstädtischen Versorgung verhindern sollen – vieles davon ist im Juni auf der Transport Kogistic in München zu sehen oder wird hier diskutiert.“

Um die City-Logistik zu verbessern, sind laut Trendbarometer die drei wichtigsten Maßnahmen:

  • Kooperation mit anderen Akteuren,
  • Lieferfahrzeuge mit alternativen Antrieben und
  • die Bündelung der Sendungen unterschiedlicher Dienstleister.

Modernisierung der Fuhrparks ist im Gange oder steht an

IVECO Messe
Die Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management findet 2019 vom 4. bis 7. Juni in München statt. Teil der Veranstaltung ist neben der Ausstellung auch ein Konferenzprogramm mit insgesamt 49 Vorträgen.

Viele Unternehmen haben bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet. So setzten 33 Prozent der Befragten in ihrem Unternehmen bereits alternative Antriebe ein, 41 Prozent wollen in naher Zukunft alternative Antriebe in ihren Fuhrpark integrieren. Bestehende Fahrzeuge nachrüsten wollen allerdings nur elf Prozent. Insgesamt gibt gut die Hälfte der Befragten an, dass ihr Unternehmen in Neufahrzeuge investieren wird.

Auf der Messe werden aber auch darüber hinausgehende Ansätze diskutiert, beispielsweise die bessere Nutzung von Tagesrand- und Nachtzeiten, geräuschoptimierte Fahrzeugböden und Ladehilfsmittel, unterirdischer Transport über Rohrleitungen (ähnlich wie beim Hyper-Loop-Konzept) sowie der Einsatz von Lieferdrohnen.

Mitten in der digitalen Transformation

Fahnen Messe
Teil der Veranstaltung ist neben der Ausstellung auch ein Konferenzprogramm mit insgesamt 49 Vorträgen.

Das Trendbarometer zeigt auch: Die Logistikindustrie befindet sich inmitten der digitalen Transformation. Elf Prozent sehen sich hier als Pioniere, ein Drittel der Unternehmen haben eine digitale Gesamtstrategie im Unternehmen, 44 Prozent haben bereits viele Prozesse digitalisiert und lassen weitere folgen. 64 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass ihr Unternehmen genug in Digitalisierung investiert.

Ein gutes Drittel gibt an, dass ihr Unternehmen mit Start-ups zusammenarbeitet, um Innovation voranzutreiben. Da passt es gut, dass es auf der Messe Transport Logistic erstmals ein Forum für Gründer geben wird. Etwa 20 Start-ups sollen sich hier präsentieren können. „Der 300 Quadratmeter große ‚Start.Hub Logistics‘ besteht aus einer Bühne, einer Bar und einer Lounge und ist inmitten der Halle B2 platziert“, kündigt Caroline Thiemt an, die Projektleiterin der Messe. Das Forum ist eine Kooperation der Messe und der DVV Media Group.

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