Axialkolben-Verstellpumpe A30VG, Bild: Bosch Rexroth
Als Einzelkomponente wie auch in Verbindung mit Hydromotoren und Fahrantriebssoftware lässt sich mit den Axialkolben-Verstellpumpen der Engineering-Aufwand für neue Antriebskonzepte verringern. Bild: Bosch Rexroth

Auch bei Bosch Rexroth weiß man, dass Emissionsvorgaben wie die Euro-6-Norm die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen erhöhen. Bestehende Systeme mit Dieselmotor, hydrostatischem Fahrantrieb und Arbeitshydraulik gilt es im optimalen Betriebspunkt zu betreiben und mit entsprechender Abgasnachbehandlung auszustatten. Bei der High Efficiency Traction Control (HET), einem energieeffizienten Einzelrad-Antriebssystem für Fahrzeuge mit Vierradantrieb, wird die durch natürlichen Schlupf entstehende Übermenge an Hydrauliköl über einen spezieller Ventilblock an die Niederdruckseite des Kreislaufs abgeführt, um eine hydraulische Verspannung zu verhindern. Dank der Reihenschaltung erfolgt die automatische Aktivierung der Allradfunktion energiesparend nach wie vor nur im Bedarfsfall bei Traktionsverlust.

Bei mobilen Arbeitsmaschinen mit Hydraulikaggregaten steht durch zusätzlich benötigte Komponenten für die Abgasnachbehandlung weniger Bauraum zur Verfügung. Daher wird ein besonderes Augenmerk auf kompaktere Lösungen wie beispielsweise die Axialkolben-Verstellpumpe A30VG gelegt. Diese beansprucht durch Verzicht des üblicherweise verbauten Stromteilers gegenüber vergleichbaren Lösungen den geringsten Bauraum bei gleichzeitig höherem Wirkungsgrad. Die Axialkolben-Verstellpumpe eignet sich für Fahrantriebe mit zwei hydraulisch getrennten Kreisen, die mit einem Volumenstrom von je 28 Kubikzentimetern pro Umdrehung versorgt werden. Sie kann somit die Funktion einer hydraulischen Differenzialsperrfunktion darstellen. Der Nenndruck beträgt 300 bar, der Höchstdruck 350 bar.

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an Verbrauch, Steuerbarkeit und Vernetzung werden Hydrauliksysteme zunehmend elektronisch gesteuert. Die neuen Axialkolben-Verstellpumpen A4VG der Baureihe 35 mit integrierter Sensorik erfüllt mit einem Nenndruck von 400 bar und einem Höchstdruck von 530 bar die Anforderungen der Maschinenhersteller an höhere Druckniveaus von elektronisch gesteuerten Fahrantrieben. Basierend auf den Triebwerken in Schrägscheibenbauart der Baureihe 32 deckt sie Nenngrößen 40 bis 90 ab. Sowohl im Einsatz als Einzelkomponente oder in Verbindung mit abgestimmten Hydromotoren und vorprogrammierter Fahrantriebssoftware lässt sich damit der Engineering-Aufwand für neue Antriebskonzepte verringern.

Grünpflege von Geisterhand

Um dem Trend zu höherer Flexibilität und Wirtschaftlichkeit unter sicheren Bedingungen zu begegnen, bietet ASH in der Klasse der Zweiachs-Geräteträger mit dem Aebi Terratrac neu eine Option für autonomen Betrieb an. Die Route wird innerhalb des vordefinierten Arbeitsfeldes automatisch geplant und per GPS fahrerlos abgearbeitet. Arbeiten an Deichen, Lärmschutzwällen und Parkanlagen sind damit ebenso wie die Pflege von Hanglagen möglich und werden im Wiederholungsfall zentimetergenau ausgeführt. Auf unbekanntem oder militärisch genutztem Gelände kann eine Person den Terratec auch aus sicherem Abstand über die integrierte Fernbedienung steuern. Die Fahrgeschwindigkeit lässt sich dabei stufenlos anpassen. Der geringe Bodenflächendruck und der tiefe Schwerpunkt erlauben es, den Terratrac für unterschiedlichste Arbeiten wie Mähen, Mulchen, Aerifizieren, Kehren, Laub blasen oder Winterdienste einzusetzen.

Selbst Golfbälle lassen sich damit einsammeln. Dabei wird das Anbaugerät mittels einer Entlastungshydraulik leicht an den Boden gepresst, sodass der Betrieb zusammen mit der seitlich pendelnden Geräteaufhängung exakt an den Geländeverlauf angepasst wird. Dabei werden über die Hydraulik gleichzeitig Schwingungen zwischen dem Fahrzeug und angebauten Geräten ausgeglichen. Je nach Modell stehen vorne 1300 bis 2000 und hinten 1200 bis 1800 Kilogramm Hubkraft zur Verfügung. Auch bei Aebi wird die Zukunft in emissionslosen Antrieben gesehen. In Kooperation mit dem auf elektrische Mobilitäts- und Energiekonzepte spezialisierten Unternehmen Mattro wurde der EC170 mit Elektro-Scheibenläufermotoren ergänzt und für kommunale Anwendungen optimiert.

Der geländegängige und umweltschonende Geräteträger mit gefederten Raupenlaufwerken und 1000 Newtonmeter Drehmoment bei einer Spitzenleistung von 18 Kilowatt schafft eine Hubkraft von 200 Kilogramm. Er lässt sich sowohl in Hanglagen als auch auf ebener Fläche multifunktional einsetzen. Ein Lithium-Ionen-Akku mit 8,7 Kilowattstunden Kapazität sorgt für bis zu dreieinhalb Stunden Einsatzzeit. Optional gibt es eine Batterie mit 9,7 Kilowattstunden. Die Ladezeit beträgt je nach Ladegerät zweieinhalb oder vier Stunden. Als EC130 ist eine unbemannte, fernsteuerbare Variante erhältlich. ssc

Der Trend scheint unaufhaltsam, Elektronik breitet sich in alle Bereiche der Industrie aus. Doch was heißt das für die Fluidtechnik? Experten von Parker, Bosch Rexroth und Hirschmann diskutieren über die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Hydraulik. Video: fluid

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